Psychotherapie

 
Phasen und Ablauf einer Psychotherapie

Kontaktaufnahme

Sie umfasst die Anmeldung, die Begrüssung und das gegenseitige Vorstellen bei der ersten Sitzung.

Problemdarstellung

Anschliessend erfolgt die Darstellung der Probleme. Ihr Therapeut hört aufmerksam zu, frägt nach, wiederholt das Gehörte mit eigenen Worten, um sicher zu gehen, dass er alles richtig verstanden hat.

Kennenlernen der bisherigen Lösungsversuche

Bisherige Lösungsversuche und Annahmen und Überzeugungen darüber, wie die Probleme zustande gekommen sein könnten, werden sorgfältig erfragt. Es folgen Fragen nach dem, was trotz alledem noch gut läuft, was sich in Ihrem Leben als hilfreich oder stärkend erwiesen hat.

Klärung der Therapieerwartungen

Ihre Erwartungen und Wünsche an die Therapie werden sorgfältig gesichtet und geklärt.

Gemeinsame Problemdefinition und Zielvereinbarung

Sie und der Therapeut einigen sich auf ein Problemverständnis und auf die Ziele der Therapie. Es werden konkrete und realisierbare Therapieschritte formuliert und vereinbart.

Auswahl der Therapiemethoden und Therapiedurchführung

Der Therapeut überlegt sich, welche Vorgehensweisen und Methoden sich am besten eignen, damit Sie die definierten Probleme lösen und die vereinbarten Ziele erreichen können. Der Therapeut kann Methoden und Techniken aus verschiedenen Therapierichtungen als Bausteine in Ihre Therapie so einbauen, dass diese auf Sie zugeschnitten sind. Dabei lässt sich Ihr Psychotherapeut von den Ergebnissen der Therapieforschung und von seiner therapeutischen Erfahrung leiten. Als Mann ist Ihr Psychotherapeut bestrebt, Ihre frauenspezifische Lebenswelt besonders zu berücksichtigen und zu reflektieren. In der Psychotherapiesitzung werden „Hausaufgaben“ definiert und vorbereitet. In der folgenden Therapiesitzung werden die damit gemachten Erfahrungen sorgfältig ausgewertet.

Überprüfung des Therapiefortganges

Die Kontrolle Ihrer therapeutischen Fortschritte richtet sich nach den festgelegten konkreten Therapiezielen (Zwischenziele, Teilziele, Langzeitziele). Der Therapiefortgang berücksichtigt auch die positiven und negativen Auswirkungen auf Ihre wichtigsten Bezugspersonen. Unter Umständen müssen die Langzeitziele geändert werden, vereinbarte Therapieschritte neu überprüft und in weitere Zwischenschritte aufgeteilt werden.

Beendigung der Therapie

Der Therapeut und Sie müssen sich in Richtung Ablösung und Trennung entwickeln und u.U. damit in Zusammenhang stehende Ängste bearbeiten. Die Stundenintervalle werden grösser. Über das Erreichte und Nichterreichte wird Bilanz gezogen. Sie werden ermutigt, Fortschritte als eigene Leistungen anzuerkennen. Sie werden angehalten, aus dem Therapieprozess Handlungsregeln und Schlussfolgerungen abzuleiten und einzuprägen, damit sie diese auch für die Zeit nach der Therapie anwenden können. Das Früherkennen von möglichen Rückschritten und der realistische Umgang mit ihnen werden thematisiert. Sie werden zu realistischen Erwartungen an das Leben ermutigt. Zum Schluß erfolgt die Verabschiedung und der herzliche Dank für die Zusammenarbeit auf einem wichtigen gemeinsamen Wegstück.